Weltsicht

Im Animismus wird alles in der Natur als beseelt verstanden. Deswegen versteht sich ein Respekt vor jedem Wesen von selbst. So bildet der Animismus die Basis meiner Weltsicht. Jedes Leben ist gleich wertvoll und auch in Steinen und Pflanzen gibt es ein Bewusstsein, auch wenn dieses nicht so einfach zu begreifen ist, da es unserem menschlichen Bewusstsein einfach fremd ist. Den Geist der Pflanzen zu verstehen half mir Wolf-Dieter Storl in seinen Büchern und Vorträgen. Er erklärte mir für den Kopf, was ich mit dem Herzen längst verstanden hatte und so konnte ich an der Basis, die meine Mutter gelegt hatte, gut anknüpfen.

Aber mein Verständnis von der Welt geht noch weiter… Zu dem Beseeltsein der Natur kam das Verständnis von der Anderswelt. Diese und unsere Welt existieren parallel. Es gibt Zeiten im Jahr und Orte, an denen die Grenzen zwischen diesen Welten verschwimmen. Und es gibt Menschen, für die diese Grenzen leicht passierbar sind. Das sind unter anderem die Schamanen.

In der Anderswelt gibt es verschiedene Welten. Welche das sind, ist je nach Religion und Weltanschauung verschieden. Wenn ich den Welten, in denen ich mich bewege, wenn ich andersweltlich unterwegs bin, einen Namen geben müsste, würde ich mich zuerst an die schamanische Sicht der Unter- Mittel- und Oberwelt orientieren. In der Unterwelt finden sich Totems und Krafttiere, Psychogone, Dämonen, Krankheitsgeister, Astralkörper und viele andere. Die Mittelwelt ist unserer sichtbaren Welt am ähnlichsten. Hier trifft man die Naturgeister, Pflanzendevas, Steinwesen und viele andere. Die Oberwelt wiederum ist bevölkert von helfenden Wesen, die in anderen Religionen Engel genannt werden, Göttern oder auch bestimmten energetischen Anteilen des Menschen. Diese 3 Welten fühlen sich sehr unterschiedlich an und auch ihre Wirkung und Funktion ist sehr verschieden.

Ein anderes Konstrukt, in dem ich mich gelegentlich bewege ist das der 9 Welten, wie sie in der Edda beschreiben ist, die vielen Neuheiden als Leitfaden gilt. die Mitte dieser Welten ist der Weltenbaum Yggdrasil. Er verbindet alle Welten miteinander. Allerdings reise ich lieber direkt als umständlich und gehe deshalb lieber gleich an mein Ziel, als lange und beschwerliche Wege auf mich zu nehmen.

Oftmals ist es auch gar keine Reise in dem Sinne, dass ich mich von einem Ort zum anderen bewege, sondern eher ein Umschalten der Sicht.

Ich teile die Welt und ihre Wesen auch nicht in gut und böse. Auch ein Krankheitsgeist kann in der Aura eines Menschen durch Resonanz gefangen sein und wäre woanders glücklicher! Deshalb arbeite ich gerne mit schwarzen Schamanen zusammen, deren Aufgabe es ist, diese Wesen aufzunehmen, sie kennen zu lernen und ihnen einen Wirkungskreis zu geben, der für alle Beteiligten keinen Schaden bringt.

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